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Rund 200 Roma im Kreis Unna, Flüchtlinge aus dem Kosovo die zum Teil seit mehr als 10 Jahren in Deutschland leben, müssen jetzt mit ihrer Abschiebung rechnen.
Obwohl die Situation der Roma im Kosovo nach wie vor katastrophal ist, hat die Bundesregierung mit dem Kosovo ein Rückführungsabkommen vereinbart, das seit April 2010 in Kraft ist. Aus diesem Grund hat sich in Unna, unter Federführung der Caritas, ein Aktionsbündnis zusammengeschlossen, an dem unter anderem auch die Unnaer amnesty-Gruppe beteiligt ist. Ziel des Bündnisses ist es, eine breite Öffentlichkeit für die Lage der Roma zu sensibilisieren und so Druck auf die Politik auszuüben, um diese Abschiebungen ins Elend zu verhindern.
Entgegen den Lageberichten des Auswärtigen Amtes ist die Situation der Roma-Minderheit im Kosovo laut Menschenrechtsorganisationen, aber auch nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, des Europarats und der OSZE erschreckend: Menschenrechtsverletzungen an Roma sind häufig, werden aber nicht angezeigt. Die Arbeitslosigkeit der Roma erreicht fast 100 %. Gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquoten für Minderheitenangehörige werden missachtet. Die Ernährung der meisten Roma-Kinder ist völlig unzureichend. Für schulische Bildung wird nicht ausreichend gesorgt. Eine angemessene medizinische Versorgung ist auch für Rückkehrer unerschwinglich. Alte und Schwerkranke befinden sich in einer hoffnungslosen Situation. Die Sterbequote ist außerordentlich hoch.
Berichte
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