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Geschichte und politisches System der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik ist der östliche (der westliche ist Haiti) Teil der Insel Hispaniola, die von Columbus im 15. Jahrhundert entdeckt wurde und zu den großen Antillen zählt. Bis dahin war sie bewohnt von karibischen Stämmen. Im 16. Jahrhundert erfolgte eine Dezimierung der Eingeborenen durch Seuchen und Sklaverei, um 1700 sind kaum noch Einflüsse der indianischen Urbevölkerung vorhanden. 1697 wurde die Insel in einen französichen (Haiti) und einen spanischen Einflussbereich aufgeteilt, der ab 1844 den Namen Dominikanische Republik trug.

In der Folge kam es zu unzähligen Machtkämpfen und Revolutionen, bis 1929 war die Dominikanische Republik dann ein Protektorat der USA. Ab 1930 kam es zur Diktatur, die bis 1961 dauerte, danach gab es 1963 erstmals freie Wahlen, die dann jedoch in einem Bürgerkrieg endeten. Nach dessen Ende etablierte sich langsam ein Präsidialsystem, der Staatspräsident ist also auch der Regierungschef. Die Dominikanische Republik gilt heute als sogenannte unvollständige Demokratie, sie liegt im Demokratie–Index der UNO auf Rang 70. Beim Pressefreiheitsindex gab es von 2006 bis 2011 eine Verschlechterung von Platz 52 auf Platz 95.

Aus der Präsidentschaftswahl vom 20. Mai 2012 ging Danilo Medina Sanchez von der Dominikanischen Befreiungspartei (PLD) als Sieger hervor. Im Wahlkampf hatte er versprochen, eine Kommission zu gründen, die sich mit den zahlreichen Fällen von“ Verschwindenlassen“ beschäftigt. Die Hoffnung besteht, dass auf diese Weise auch der Fall Juan Almonte Herrera, den die Amnesty–Gruppe in Unna betreut, aufgeklärt werden kann.

(Quelle: Wikipedia)