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Alle Beiträge dieser Website in chronologischer Reihenfolge


Infostand am 13. Juni zur Kampagne "Menschenrechte im digitalen Zeitalter"


Die Digitalisierung ist gleichzeitig Chance und Bedrohung: Menschen können wie nie zuvor kommunizieren, sich koordinieren und Menschenrechtsverletzungen öffentlich machen. Menschenrechte wie die Meinungs- und Informationsfreiheit werden dadurch gestärkt. Doch gerade deshalb ist das Internet auch ein "lohnendes Ziel" für staatliche Eingriffe wie Massenüberwachung, gezielte Überwachung, Zugangssperren und Zensur.

Mitglieder der Unnaer Amnesty-Gruppe werden am Samstag, den 13. Juni an einem Infostand in der Unnaer Fußgängerzone von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr über die Menschenrechte im digitalen Zeitalter aufklären und eine Petition, die sich an die Bundeskanzlerin richtet, bereithalten. Darin können Interessierte Angela Merkel aufforden das Recht auf Privatsphäre zu schützen.


Anti-Folterkampagne von Amnesty International - Infostand in Unna


In vielen Ländern sind Folter und Misshandlung durch die Polizei oder in Gefängnissen alltäglich. Auch 2015 wird in mindestens 79 Ländern gefoltert, zumeist unbemerkt von der Öffentlichkeit. Im Rahmen seiner weltweiten Kampagne STOP FOLTER protestiert Amnesty gegen diesen alltäglichen Skandal. Mitglieder der Unnaer Amnesty-Gruppe werden am Samstag den 21. Februar an einem Infostand im Zentrum für Information und Bildung (ZIB) in Unna über verschiedene Fälle von Folteropfern berichten und Appellbriefe bereithalten.

Die Menschenrechtsorganisation fordert in diesem Jahr – 30 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Antifolterkonvention – von Regierungen weltweit, die international festgeschriebenen Schutzmechanismen gegen Folter und Misshandlung endlich konsequent umzusetzen. Von der deutschen Bundesregierung verlangt Amnesty, sich international mehr für den Schutz gegen Folter und Misshandlung einzusetzen.

Folter Ist Alltäglich


Folter ist verboten. Immer und überall. Amnesty Internatio­nal kämpft seit mehr als 50 Jahren für die Abschaffung von Folter. Seitdem haben wir große Erfolge verbucht – vor allem die Verabschiedung der UN­ Antifolterkonvention im Jahr 1984 war ein wichtiger Meilenstein. Bis heute haben 155 Staaten diese Konvention ratifiziert. Sie hat das Folterverbot konkret gemacht, indem sie wichtige Definitionen liefert und Pflichten der Staaten benennt.

Zusätzlich zu den internationalen Abkommen gibt es in vielen Ländern Gesetze, die Folter und Misshandlung verbieten und ihre Anwendung verhindern sollen. Wenn also überall Geset­ze gegen Folter existieren, warum müssen wir dann 2015 wieder eine große Kampagne gegen Folter starten? Weil diese unmenschliche und grausame Praxis noch immer tägliche Realität ist. Deshalb müssen wir gerade jetzt zusammenstehen und fordern: STOP FOLTER.

Stell dich zwischen Folterer und Folteropfer!


Wir wollen mit unserem Einsatz dazu beitragen, dass Folter weltweit gestoppt wird. Unterzeichne Petitionen und fordere die Einführung von Schutzmaßnahmen, damit Folter endlich unmöglich gemacht wird. Bleibe auf dem Laufenden über Aktionen zum Thema Folter. Sei dabei: www.amnesty.de/stopfolter

50 Jahre Einsatz gegen Folter


Amnesty International setzt sich für die Ächtung von Folter ein. Im Dezember 1972 startete Amnesty die erste weltweite Kampagne zur Abschaffung von Folter und veröffentlichte zum ersten Mal eine Dokumentation über Folter und Miss­handlungen weltweit. Amnesty erzielte damit einen großen internationalen Erfolg: Schon zwölf Monate später konnte bei den Vereinten Nationen eine Antifolterpetition mit weit über einer Million Unterschriften eingereicht werden.

Am 10. Dezember 1984 verabschiedete die General­ versammlung der Vereinten Nationen das „Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe“ – die Antifolter­ konvention. Sie jährt sich zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2014 zum 30. Mal.


Infostand zum Briefmarathon 2014


Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Infostand der Unnaer Amnesty-Gruppe zum weltweiten Briefmarathon von Amnesty International geben. Der Infostand findet am Samstag den 13.12.2014 von 10:30 Uhr bis 14:00 Uhr im Zentrum für Information und Bildung (ZIB) in Unna statt.

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Asylsprechstunde im ai Büro in Dortmund

Der Bezirk Dortmund, zu dem auch die Unnaer Amnesty-Gruppe gehört, bietet seit kurzem wieder eine regelmäßige Asylsprechstunde an. Die Sprechstunde findet Dienstags von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr im neuen ai Büro in der Siegfriedstraße 12 in Dortmund statt. Asylsuchende mit Fragen zum Asylverfahren oder zu therapeutischer Versorgung werden kostenlos beraten.


Skulptur zur Erinnerung an die ehemalige Richtstätte des Amtes Unna

der Heimatverein Mühlhausen/Uelzen lädt am Donnerstag, dem 8. Mai um 18.00 Uhr zur Enthüllung der Skulptur "Ein Mahnmal gegen die Todesstrafe" an Unnas geographischem Mittelpunkt ein.

Die Skulptur des Hammer Künstlers Harald K. Müller ist, nach vierjähriger „Laufzeit“, in das vorbereitete Fundament eingelassen worden, wo sie am kommenden Donnerstag enthüllt werden soll. Sie steht am Wegrand auf städtischen Boden und wurde vom Heimatverein auf eigene Kosten errichtet.

Neben Erläuterungen der beiden Vorsitzenden des Heimatvereins zum Werdegang der Skulptur wird Manfred Hartmann für die Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International eine kurze Ansprache halten.

Bei der Skulptur wird - zunächst provisorisch - eine Info-Tafel mit folgendem Text aufgestellt: "Ehemalige Richtstätte des Amtes Unna". Nur wenig weiter westlich dieser Stelle lag am Hellweg Jahrhunderte hindurch die Richtstätte des Amtes Unna. Auf einer Karte von 1805 ist der Ort durch das Zeichen für einen dreibeinigen Galgen und das Wort „Gericht“ kenntlich gemacht. Noch heute nennt sich das Flurstück auf der Westseite der Twiete „Am Galgen“. Erstmals ist der Richtplatz für das Jahr 1510 bezeugt. Die letzte Hinrichtung fand 1805 statt, als der Mörder Christian Schulte gerädert wurde.

Hinrichtungen wurden früher von der Obrigkeit zur allgemeinen Abschreckung als öffentliches Schauspiel veranstaltet. Die Hingerichteten blieben lange Zeit ausgestellt. Daher lagen die Richtstätten meist wie hier weithin sichtbar an den großen Fernstraßen.

Die Stele ist ein Werk des Hammer Bildhauers Harald K. Müller H9. Die Inschrift auf dieser Seite erinnert daran, dass die hier vollzogenen harten Strafen Vergangenheit sind und bei uns die Todesstrafe seit 1949 durch das Grundgesetz abgeschafft ist. Das große Kreuz auf der anderen Seite steht stellvertretend für die unterschiedlichen Hinrichtungsarten und als Zeichen der Sühne. Getreidehalme und Gräser an seinem Fuß symbolisieren Fülle und Vergänglichkeit des Lebens. Die beiden Bronzetafeln zeigen Szenen noch vor der Hinrichtung, wobei die Stadtansicht im Hintergrund dem Merian-Stich von Unna um 1645 nachempfunden ist. Die Öffnung darüber überlässt es dem Betrachter, ob er sich selbst ein Bild von den meist grausamen Hinrichtungen früherer Zeiten machen will; gleichzeitig verleiht sie der Skulptur Transparenz und Leichtigkeit.

Der Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen errichtet diese Skulptur aus Anlass der Ausweisung des Jakobspilgerweges entlang dem historischen Hellweg. Einzelheiten zur Skulptur und insbesondere zur Geschichte der Richtstätte finden Sie auf der Internetseite des Heimatvereins (heimatverein-muehlhausen-uelzen.de) unter „An Unnas Mittelpunkt“.


Menschenrechte in Russland

und in den Arabischen Emiraten

Am Donnerstag den 20. März 2014 lädt die Unnaer Ortsgruppe zu einem interessanten Vortrag ein.

Thematisiert werden die Menschenrechte in den arabischen Ländern Bahrain, Saudi-Arabien und Katar im Hinblick auf Meinungsfreiheit, Kinderrechte und Arbeitsmigranten.








Ein weiterer Schwerpunkt ist die Situation der Menschenrechte in Russland seit dem Untergang der Sowjetunion. Themen sind unter anderem die Herrschaft von Präsident Putin, die Pressefreiheit in Russland und die Rolle des russischen Geheimdienstes.


Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der Bücherei im ZIB, Lindenplatz 1 in Unna. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.






„Roma in Deutschland“

Vortrags und Diskussions-Veranstaltung


In Zusammenarbeit mit der Unnaer Amnesty-Gruppe veranstaltet der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna am Mittwoch den 12.03.2014 um 19.00 Uhr eine Vortrags- und Diskussions-Veranstaltung im Cafe im ZIB, Lindenplatz 1 in Unna.

Am 1. Januar fielen die letzten Arbeitsmarkt-Beschränkungen für Bulgaren und Rumänen; die meisten, die in Deutschland arbeiten wollen, werden vermutlich Roma sein. Im Ruhrgebiet sind es bereits jetzt Zehntausende, weitere werden folgen. In die Schlagzeilen kommen nur die negativen Geschichten. So wie jene aus Duisburg-Rheinhausen, wo das sogenannte Problemhochhaus steht. Dort lebten laut Medienberichten bis zu tausend Roma auf engstem Raum. Das schürt Ängste, Vorurteile und Ablehnung.

Um die Diskussion auf eine sachliche Ebene zu bringen, lädt der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna im Rahmen der Anti-Rassismuswoche zu der Veranstaltung im Cafe im ZIB ein. Als Referent wurde Hans-Peter Weyer, Sozialberater und Familiencoach aus Duisburg eingeladen. Weyer ist Vorsitzender des Vereins "Wir gehen mit - Die Mitläufer e.V." und in der Beratung und Begleitung hilfebedürftiger Menschen tätig. Dazu zählen auch die Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien.

Nach einem Kurzfilm zur Situation der Roma in Serbien und Kosovo, wird Herr Weyer, die in den Köpfen der Menschen nicht vorhandene Unterscheidung von Rumänen und Roma näher erläutern. Dazu wird er die geschichtlich entwickelten Vorurteile gegenüber Roma beleuchten und dann auf die daraus resultierende Situation der Zuwanderer am Beispiel Duisburg eingehen und erzählen was hier bisher getan bzw. (nicht) erreicht wurde. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.





Neue Gruppensprecherin der Unnaer Amnesty-Gruppe


Seit Anfang Januar ist Simone Flamang neue Gruppensprecherin der Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International. Claus Palm, der die Gruppe in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit vertreten hat, stellte Ende letzten Jahres sein Amt zur Verfügung, wird die Arbeit von Amnesty International in Unna aber weiterhin tatkräftig unterstützen.

Die Unnaer Gruppe ist zur Zeit mit 7 aktiven Mitgliedern recht gut aufgestellt, aber jederzeit offen für neue Mitstreiter, die sich für die Belange der Menschenrechte in der Welt einsetzen möchten. Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Montag eines Monats um 19:30 Uhr in den Gruppenräumen des Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei e. V., Rio-Reiser-Weg 1 in Unna.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Unnaer Gruppe unter anderem an einer weltweiten Kampagne beteiligt, die sich gegen Gewalt und Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der Massenproteste in Ägypten wandte. Im Rahmen dieser Kampagne wurde zum Beispiel im ZIB in Unna eine Plakat-Ausstellung organisiert.

Im Dezember konnten bei einem Infostand im ZIB zum internationalen Briefmarathon 2013 über 100 Unterschriften aus Unna gesammelt werden. Weltweit kamen so fast 1,5 Millionen Unterschriften zu mehreren ausgewählten Fällen von Menschenrechtsverletzungen zusammen.


Briefmarathon 2013 vom 6. bis 16. Dezember


DEIN BRIEF KANN LEBEN RETTEN!

Jedes Jahr schreiben rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Hunderttausende auf der ganzen Welt Briefe und Appelle an Menschen, die sie noch nie getroffen haben. Ein einzelner Brief kann ungelesen weggelegt werden, aber Tausende, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, sind für Regierungen und Justizbehörden wesentlich schwieriger zu ignorieren. Jeder kann mitmachen beim Amnesty-Briefmarathon und Briefe, E-Mails, Faxe, Online-Appelle oder SMS für Menschen in Gefahr schreiben.

Aktivisten der Unnaer Amnesty-Gruppe werden auch in diesem Jahr wieder mit einem Infostand zum Briefmarathon im ZIB vertreten sein. Am 14. Dezember können die vorbereiteten Appellbriefe zwischen 10:30 Uhr und 14:00 Uhr direkt am Infostand unterschrieben und in die bereitgestellte Sammelbox eingeworfen werden. Wer will kann sich auch direkt am Online-Appell im Internet beteiligen.

In diesem Jahr setzt sich Amnesty für drei Männer in Russland ein, die bei einer Demonstration in Moskau willkürlich festgenommen wurden. Ein weiterer Fall ist der von Miriam López aus Mexiko, die 2011 von Soldaten entführt, mehrmals vergewaltigt und solange gequält wurde, bis sie ein falsches Geständnis unterschrieb. Außerdem unterstützen wir den tunesischen Blogger Jabeur Majri, der zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, weil er auf seiner Facebook-Seite Bilder und Artikel über den Propheten Mohammed veröffentlicht hatte. In Nigeria wurden Hunderte Familien obdachlos durch eine rechtswidrige Zwangsräumung – wir fordern Entschädigung für diese existenzielle Not. Der fünfte Fall ist aus Myanmar: Dort wurde ein 66-jähriger, tumorkranker Arzt in einem unfairen Prozess zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt.

Im vergangenen Jahr kamen für zwölf ausgewählte Fälle weltweit 1,9 Millionen Appelle zusammen, davon mehr als 50.000 allein aus Deutschland. Unterstützt wurde unter anderem die sudanesische Jugendbewegung »Girifna«, die gewaltfrei gegen die Regierung im Sudan protestiert. Durch die Appelle an den Präsidenten konnte Amnesty erreichen, dass die Behörden vorsichtiger mit den Mitgliedern umgehen. Gleichzeitig wurden die Studierenden in dieser für sie so schweren Zeit moralisch gestärkt, wofür sie sich später überschwänglich bei den Unterstützern des Briefmarathons bedankten. 2012 wurden in Deutschland doppelt so viele Appelle losgeschickt wie in 2011. Wir wollen auch 2013 wieder viele Unterstützer gewinnen. Der Briefmarathon 2013 läuft vom 6. bis 16. Dezember. Sei dabei! Schreibe einen Brief und verändere ein Leben!

Hier geht es zur Internetseite des Briefmarathon


Wände des Widerstands

Eröffnung der Plakatausstellung am 13. Juli 2013 um 12:30 im ZIB

Zentrum für Information und Bildung
Lindenplatz 1
59423 Unna

Mit der ersten Wahl eines demokratisch gewählten Präsidenten verbanden viele ÄgypterInnen große Hoffnungen. Frauen erwarteten ein Ende der Diskriminierung, die Opfer von Polizei- und Militärgewalt verlangten Aufklärung und viele DemonstrantInnen echte Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Doch ein Jahr später hat sich die Menschenrechtslage in Ägypten kaum verbessert. Die Hoffnungen vieler ägyptischer MenschenrechtsaktivistInnen wurden schwer enttäuscht. Dennoch geben sie in ihrem Kampf nicht auf.

Im Zuge der ägyptischen "Revolution des 25. Januar" eroberten sich Aktivisten und Künstler den öffentlichen Raum auch mit Farbe und Pinsel zurück. Sie malten und sprühten ihre Forderungen an die Wände der Stadt. Sie kommentierten das politische Geschehen und verewigten die Opfer von Polizei- und Militärgewalt auf den Mauern Kairos und anderer Großstädte. Die Poster-Ausstellung "Wände des Widerstands" zeigt eindrucksvolle Beispiele ägyptischer Street Art aus dem Jahr 2012 und demonstriert anhand dieser Kunst, wie die Ägypter für Freiheit und Menschenrechte kämpfen. Sie werden eingerahmt von den Forderungen von Amnesty International. Hier gibt es weitere Informationen zur Ägyptenkampagne von Amnesty International.

Die Ausstellung ist vom 13. Juli bis zum 14. September im Zentrum für Information und Bildung in Unna zu sehen.







Ehrenamts- und Ideenbörse

Am Samstag den 20. April findet auch in diesem Jahr wieder die Ehrenamts- und Ideenbörse im ZIB statt. Die Veranstaltung, die von der VHS, dem Forum Generationen, dem Caritasverband der AWO und dem Ev. Kirchenkreis Unna organisiert wird, soll ehrenamtlichen Organisationen eine Möglichkeit bieten, ihre Arbeit zu präsentieren. Die Besucher der Ausstellung können sich über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, sich in Unna ehrenamtlich zu engagieren.

Auch die Unnaer Ortsgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wird am Samstag dort vertreten sein und Einblicke in ihre Tätigkeit bieten. Unter Anderem soll auch noch einmal auf den Fall von Juan Almonte Herrera aus der Dominikanischen Republik hingewiesen werden, den die Gruppe seit über einem Jahr betreut. Der Menschenrechtsaktivist wurde im September 2009 von Polizeibeamten verhaftet und gilt seitdem als verschwunden. Näheres zu dem Fall erfahren Sie hier: http://www.amnesty-unna.de/Main/Aktionen.

Ehrenamts- und Ideenbörse
Samstag 20.04.2013, 10:00 bis 13:00 Uhr
Zentrum für Information und Bildung
ZIB, Lindenplatz 1, Unna


Buchempfehlung

Hyok Kang: „Ihr seid hier im Paradies“ – Meine Kindheit in Nordkorea

Der 1986 in Usong geborene Autor schildert in diesem ergreifenden Buch seine Kindheit in Nordkorea. Mit zwölf Jahren floh er zusammen mit seinen Eltern nach China. Auf einer langen und gefahrvollen Flucht gelang er schließlich 2002 nach Südkorea. Hyok berichtet vom Alltag in der von der restlichen Welt abgeschottenen letzten kommunistischen Bastion. Er schildert eindrucksvoll das Leben unter einer totalitären Herrschaft bestehend aus Lüge und Propaganda, einem wahnsinnigen Personenkult, einer zugrunde gerichteteten Wirtschaft, von den in fast jeder Stadt vorhandenen Gulags, in denen ganze Familien zu harter körperlicher Arbeit gezwungen werden und vom Kampf ums Überleben.

Dieser außergewöhnliche Erfahrungsbericht eines Kindes schildert in erschüttender Weise die Lebenswirklichkeit in einem von Hunger, Willkür und Terrror beherrschten Land. „Ihr seid hier im Paradies“ – diesen verheißungsvollen Satz hört der kleine Hyok in seiner Kindheit ununterbrochen. Aus dem Radio schallt er, aus Lautsprechern auf den Straßen und die Lehrer in der Schule werden nicht müde zu wiederholen, dass das Leben anderswo schrecklich sei, während in Nordkorea dank des verehrten „Großen Führers“ alles zum Besten stünde.

ISBN 3-442-15346-8; Goldmann Verlag


Vortrag im ZIB zum Anti-Rassismus-Tag
Am Mittwoch dem 21.03.2013 war der internationale Tag gegen Rassendiskriminierung. Aus diesem Anlass haben die Mitglieder der Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International an diesem Tag eine Vortragsveranstaltung organisiert. Rassismus, oder allgemeiner ausgedrückt, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, tritt in Deutschland nicht nur in Form von Naziparolen auf NPD-Kundgebungen auf, sondern ist in weiten Teilen der Bevölkerung durchaus gesellschaftsfähig. Er drückt sich zum Beispiel aus, in der Ablehnung von Homosexuellen, in der Diskriminierung von ALG-II-Empfängern oder aber der Haltung gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern.

Auch eine Menschenrechtsorganisation wie Amnesty International wird immer wieder mit dem Thema Rassismus konfrontiert. Zum Einen sind verschiedene Formen des Rassismus in vielen Ländern immer wieder Auslöser und Ursache für schwere Menschenrechtsverletzungen. Zum Anderen aber betrifft uns das Thema auch hier in Deutschland, da die Menschen, die vor Menschenrechtsverletzungen, aus ihren Heimatländern zu uns fliehen, sich hier, aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Situation, mit Ablehnung und Diskriminierung konfrontiert sehen. Auf die Situation der betroffenen Menschen wollen die Mitglieder von Amnesty International mit verschiedenen Beispielen aufmerksam machen.


Roma aus dem Kosovo
Von den weltweit 7 bis 10 Millionen Angehörigen des Roma-Volkes leben in Deutschland etwa 70.000 mit deutscher Staatsbürgerschaft, die sich mehrheitlich als Sinti bezeichnen und deren Vorfahren in den letzten 600 Jahren zugewandert sind. Darüberhinaus leben in Deutschland etwa 10.000 Sinti und Roma, die während des jugoslawischen Bürgerkrieges hierher geflüchtet sind, darunter 3000 Kinder, von denen viele in Deutschlanf geboren sind. Als Bürgerkriegsflüchtlinge befinden sie sich in einem sogenannten Duldungsstatus, d.h. sie können jederzeit wieder in den Kosovo abgeschoben werden.

Seit 2009 gibt es ein Rückübernahmeabkommen zwischen dem Kosovo und der Bundesrepublik Deutschland, Obwohl die Situation der Roma-Minderheit im Kosovo laut Menschenrechtsorganisationen, aber auch nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, des Europarats und der OSZE erschreckend ist. Menschenrechtsverletzungen an Roma sind häufig, werden aber nicht angezeigt. Die Arbeitslosigkeit der Roma erreicht fast 100 %. Gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquoten für Minderheitenangehörige werden missachtet. Die Ernährung der meisten Roma-Kinder ist völlig unzureichend. Für schulische Bildung wird nicht ausreichend gesorgt. Eine angemessene medizinische Versorgung ist auch für Rückkehrer unerschwinglich. Alte und Schwerkranke befinden sich in einer hoffnungslosen Situation. Die Sterbequote ist außerordentlich hoch.

Nach Aussagen des Roma und Ashkali Dokumentations-Zentrum (RADC), gibt es zwar Gesetze, die die Wiedereingliederung der zurückkehrenden Roma im Kosovo regeln sollen, aber in der Umsetzung ist bis heute nicht viel geschehen. So haben nur 4 der 39 Gemeinden überhaupt einen Plan zur Reintegration, die Finanzierung desselben ist gänzlich ungeklärt.

Flüchtlinge an den EU Aussengrenzen
Der Umbruch in Nordafrika und in Nahost führte in den letzten Jahren zu verstärkten Fluchtbewegungen. Der Syrien-Krieg hat die Lage noch weiter verschärft. Jedes Jahr treten Tausende die Flucht über das Mittelmeer Richtung Europa an. Im Jahr 2011 waren dies ca. 58.000 Flüchtlinge. Die Flüchtlingsorganisation „Cap Anamur“ dokumentierte in den letzten Jahren 15.000 Todesfälle allein im Mittelmeer.

Die Europäische Union reagiert auf diese Situation mit Panik und Abschottung. Flucht wird ausschliesslich unter dem Aspekt der „illegalen Einwanderung“ gesehen, obwohl das „Dublin II-Abkommen“ jedes EU-Land, das ein Migrant zuerst betreten hat, zwingt seinen Asylantrag zu bearbeiten. Amnesty International fordert deshalb: Die aktuelle Situation darf nicht missbraucht werden, das Recht auf Asyl auszuhöhlen oder Ängste zu schüren! Alle Menschen haben das Recht, ihr Land zu verlassen und einen Asylantrag zu stellen! Flüchtlinge haben ein Recht auf Schutz!

Stattdessen baut die EU mit der Grenzschutzorganisation FRONTEX ein Kontrollsystem auf, das auf Abschreckung und Kriminalisierung abziehlt. Frontex-Boote patroullieren zwischen Nordafrika, Malta und Süditalien, um afrikanische Bootsflüchtlinge aufzugreifen und zurückzubringen. Häufig wird nicht geprüft, ob sich an Bord Schutzbedürftige befinden, die Anrecht auf Asyl haben. Amnesty International fordert deshalb von der Grenzschutzagentur, alle Regeln des internationalen Flüchtlingsrechts zu respektieren. Menschen dürfen nicht am Verlassen ihres Landes gehindert werden.

In Griechenland stranden jedes Jahr zehntausende Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien und Afrika. Viele von ihnen werden in Lagern inhaftiert, die Zustände dort sind katastrophal (Asylsuchende und Migranten in Griechenland). Häufig können die Flüchtlinge keinen Asylantrag stellen und müssen rassistische Übergriffe fürchten. Mit einer Petition an den Präsidenten des Europäischen Parlaments setzt sich Amnesty International für die Einhaltung von Flüchtlingsrechten in Europa ein: Unterschriftsliste.

Gewalt gegen Frauen
Jeden Tag werden Millionen Frauen überall auf der Welt zu Opfern von Gewalt. Sie werden verprügelt, vergewaltigt, versklavt, gedemütigt, gequält und getötet. Weltweit ist jede dritte Frau betroffen. Von der Geburt bis zum Tod, in Friedens- wie in Kriegszeiten erleiden Frauen Gewalt und Diskriminierung sowohl durch den Staat als auch durch ihr gesellschaftliches oder familiäres Umfeld. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur in bestimmten politischen oder wirtschaftlichen Systemen anzutreffen, sie ist in allen Gesellschaften rund um den Erdball über die Grenzen von Wohlstand, Hautfarbe und Kultur hinweg eine alltägliche Realität.

In Ägypten sind lt. UNICEF 90 % aller Mädchen und Frauen beschnitten. Das ist eine der höchsten Beschneidungsraten weltweit. Fast jedes Mädchen und jede Frau, die in Kairo öffentliche Verkehrsmittel benutzt hat oder auf die Straße gegangen ist, hat schon einmal eine Art verbaler oder physischer sexueller Belästigung erlebt, ungeachtet ihres Alters, sozialen Status oder der Wahl ihrer Kleidung. In Kairo werden immer wieder Frauen von gewalttätigen Mobs angegriffen, sexuell belästigt und vergewaltigt.

In der Demokratischen Republik Kongo herrscht seit zwei Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt, in dem unzählige Frauen und Mädchen vergewaltigt wurden, oft unter Androhung von Waffengewalt. Ein großer Teil dieser Verbrechen wird von Soldaten der Regierungsarmee und Polizisten begangen. Auch die verschiedenen Rebellengruppen gehören zu den Tätern. Die Demokratische Republik Kongo gilt als gefährlichstes Land der Welt für Frauen. Waffen spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Im Kongo sind rund 60 % der Täter bewaffnet. In den vergangenen Jahren wurde die kongolesische Regierung mit großen Mengen an Kleinwaffen, Munition, Tränengas, gepanzerten Fahrzeugen, Artilleriegeschossen und Granaten beliefert. Der Großteil dieser Waffen stammt aus China, Frankreich, der Ukraine und den USA. In den meisten von Amnesty International untersuchten Fällen wurden die Waffenlieferungen von den zuständigen Regierungen genehmigt, obwohl das hohe Risiko bekannt war, dass sie für schwere Menschenrechtsverletzungen oder Kriegsverbrechen im Kongo verwendet werden würden. Derzeit setzt sich Amnesty International für ein schärferes internationales Waffenkontrollabkommen ein: Kampagne "Hände hoch für Waffenkontrolle


Youtube-Video zum Fall des Juan Almonte Herrera

Auf Youtube gibt es ein Video zum Fall des seit 2009 verschwundenen Menschenrechtsaktivisten Juan Almonte Herrera

Die Ortsgruppe Unna betreut zur Zeit den Fall aus der Dominikanischen Republik. Der 1959 geborene Juan Almonte Herrera arbeitete als Buchhalter und war Mitglied der Nichtregierungsorganisation Comité Dominicano de los Derechos Humanos (Dominikanisches Komitee für Menschenrechte), als er am 28. September 2009 auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle das letzte Mal gesehen wurde. Berichten zufolge wurde er von vier Männern entführt, bei denen es sich laut Augenzeugen um Polizeibeamte handelte. Seit dem Verschwinden des siebenfachen Familienvaters und Ehemanns wurden seine Familie und seine Freunde mehrfach bedroht und verfolgt.

Weitere Informationen und Appellbriefe gibt es auf der Seite Aktionen


Vortrag zum internationalen Tag gegen Rassismus

In vielen Teilen der Welt werden Menschen aufgrund von Volkszugehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft oder sonstigen Umständen verfolgt, gefoltert oder ermordet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich seit über 50 Jahren für den Schutz dieser Menschen ein. Die wenigen, denen die Flucht in eines der reichen Länder des Westens gelingt, sehen sich hier neuen Vorbehalten durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt.

Am 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, findet um 19:00 Uhr in der Schwankhalle im ZIB (Lindenplatz 1, 59423 Unna) eine Informationsveranstaltung von Amnesty International statt. Mitglieder der Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International geben einen Überblick über die Arbeit der Menschenrechtsorganisation und wollen anhand von Fallbeispielen auf die Situation der Opfer von Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen.

"Rassismus richtet sich nicht nur gegen Randgruppen, die seit langem Teil unserer Gesellschaft sind, sondern vor allem auch gegen alle die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Heimatländer verlassen und bei uns eine Zuflucht suchen", so Claus Palm, Sprecher der Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International. "Aus diesem Grund ist die Aufnahme und der Schutz von Flüchtlingen für uns genau so wichtig, wie der Einsatz für die Menschenrechte in den Herkunftsländern."

Neben allgemeinen Informationen über Amnesty International, wird es bei der Veranstaltung auch um die Themen Flüchtlinge, die Situation der Roma in Europa und Gewalt gegen Frauen gehen.


Infostand am 8. Dezember im ZIB

"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."

Am 8. Dezember werden die Mitglieder der Unnaer Amnesty-Gruppe ab 10:30 mit einem Infostand im ZIB in Unna stehen. Alle Unterstützerinnen und Unterstützer können sich dort am Briefmarathon beteiligen. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2012 wollen wir mit dieser weltweiten Aktion Licht auf das Unrecht werfen, das Menschen auf der ganzen Welt widerfährt - und gemeinsam etwas bewegen.


Briefmarathon 2012 vom 07. bis 16. Dezember

In dieser Woche beginnt der diesjährige Briefmarathon von Amnesty International, der in jedem Jahr um den internationalen Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember, stattfindet. Im letzten Jahr haben sich weltweit fast 1,4 Millionen Menschen an der Aktion beteiligt. Die Briefe können durchaus Wirkung zeigen. So ist zum Beispiel Jean-Claude Roger Mbede aus Kamerun, einer der Fälle des Briefmarathon 2011, der wegen Homosexualität zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, vorzeitig, auf Kaution, freigekommen. Aber auch allein das Gefühl, dass Menschen aus aller Welt sich für sie einsetzen, macht vielen Gefangenen ihre Situation etwas erträglicher.

In diesem Jahr setzt sich Amnesty International unter anderem für Hussain Almerfedi ein, der seit über neun Jahren in Guantánamo inhaftiert ist – ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. 2010 entschied ein US-Richter, dass die Inhaftierung des jemeni­tischen Staatsbürgers rechtswidrig sei und er freigelassen werden müsse. Dies wurde jedoch von der US-Regierung verhindert.

Wer sich am Briefmarathon beteiligen möchte, kann im Internet für drei ausgewählte Fälle einen Appellbrief entweder online abschicken, oder ausdrucken und mit der Post senden. Ausserdem werden die Mitglieder der Unnaer Amnesty-Gruppe, am Samstag dem 8. Dezember, mit einem Infostand im ZIB in Unna vertreten sein. Auch dort können Briefe unterschrieben und sofort versandt werden.

Briefmarathon 2012: http://www.amnesty.de/Briefmarathon/Briefmarathon-2012


Juan Almonte Herrera: Verschwunden seit 2009

Die Ortsgruppe Unna betreut zur Zeit einen Einzelfall aus der Dominikanischen Republik. Der 1959 geborene Juan Almonte Herrera arbeitete als Buchhalter und war Mitglied der Nichtregierungsorganisation Comité Dominicano de los Derechos Humanos (Dominikanisches Komitee für Menschenrechte), als er am 28. September 2009 auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle das letzte Mal gesehen wurde. Berichten zufolge wurde er von vier Männern entführt, bei denen es sich laut Augenzeugen um Polizeibeamte handelte. Seit dem Verschwinden des siebenfachen Familienvaters und Ehemanns wurden seine Familie und seine Freunde mehrfach bedroht und verfolgt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier

Die Mitglieder der Ortsgruppe wenden sich mit Appellbriefen an die Behörden der Dominikanischen Republik, damit eine unabhängige und vollständige Untersuchung des Falles Juan Almonte Herrera durchgeführt wird.

Ein Vordruck des Appellbriefes kann hier heruntergeladen werden: Juan_Almonte_Herrera.pdf

Die spanische Version des Briefes findet sich hier: Juan_Almonte_Herrera_es.pdf


Halil Savda aus der Haft entlassen

Der Menschenrechtsverteidiger und gewaltlose politische Gefangene Halil Savda ist unter Auflagen aus der Haft frei gekommen. Seine Entlassung aus dem Strafvollzug erfolgte auf der Grundlage einer Novelle zum Strafgesetzbuch, welche die Möglichkeit schafft, Gefangene unter Auflagen freizulassen, deren Reststrafe weniger als ein Jahr beträgt. Auch die Unnaer Amnesty-Gruppe hatte sich für seine Freilassung eingesetzt.

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Andrei Sannikau aus Belarus freigelassen

Am 14. April wurde der gewaltlose politische Gefangene Andrei Sannikau aus dem Gefängnis in der Stadt Wizebsk, im Nordosten von Belarus, entlassen. Amnesty International hat sich für seine Freilassung eingesetzt (siehe unten). Herr Sannikau dankt allen, die sich für ihn eingesetzt haben, für ihre Unterstützung und Solidarität.
https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-299-2011-4/sannikau-freigelassen


Kampagne zu einem weltweiten Waffenkontollabkommen "ARMS TRADE TREATY"

Im Juli 2012 soll in der UN-Vollversammlung der Entwurf zu einem weltweiten Waffenkontrollabkommen ATT (Arms Trade Treaty) verhandelt werden. Dieser Entwurf soll im Dezember von allen Ländern verabschiedet werden.

Deutschland zählt zu den weltweit größten Exporteuren von Rüstungsgütern und Waffen.

Die Bundesregierung unterstützt zwar das ATT und hat auf nationaler und europäischer Ebene diverse Abkommen zur Rüstungskontrolle unterzeichnet. Durch Intransparenz und Geheimhaltung ist die Kontrolle im Einzelnen aber bisher nicht möglich: Umfang und Verbleib von Rüstungsgütern kann nicht nachvollzogen werden! Mit einem „robusten“ ATT wie ihn Amnesty International fordert, könnten einige deutsche Rüstungs-Exporte nicht mehr genehmigt werden.

Amnesty setzt sich dafür ein, dass bei möglichst allen Lieferungen von Rüstungsgütern die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht beachtet werden. Zur Kontrolle der Einhaltung soll dazu eine „goldene Regel“ formuliert werden, die starke Kontroll- und Transparenzmechanismen für alle konventionellen Rüstungsgüter enthält. Die größten Blockierer sind: China, Russland, Pakistan, Ägypten und Indien. Die USA, Südafrika und Brasilien streben den kleinsten gemeinsamen Nenner an. Auf besonders diese Staaten soll durch die Kampagne Einfluss genommen werden.

Am 23 März 2012 ist Beginn von weltweiten 100 action days zur Unterstützung eines starken Abkommens. Anfang Juni findet eine global week zu Kleinwaffen statt. Ziel von Amnesty International Deutschland ist, die Bundesregierung bei ihrer Forderung nach einem weitgehenden Abkommen zu unterstützen und die Zustimmung der Bevölkerung zu erreichen. Es sollen Petitionen geschrieben werden und phantasievolle öffentlichkeitswirksame Aktionen stattfinden. Amnesty International fordert darüber hinaus die Aufnahme einer gesetzlich verbindlichen Menschenrechtsklausel in die Rüstungsgesetzgebung, die Transparenz aller Rüstungslieferungen und eine zeitnahe Rechenschaftslegung.


Eilaktion: Oppositioneller in Belarus gefoltert


Oppositionelle Politiker in Minsk

Am 24. Januar konnte sich der gewaltlose politische Gefangene Andrei Sannikau nach drei Monaten erstmals wieder mit seiner Frau treffen. Er sagte ihr, dass er gefoltert worden sei und um sein Leben fürchte.

Andrei Sannikau, Präsidentschaftskandidat der belarussischen Opposition, wurde am 14. Mai 2011 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Grund war seine friedliche Teilnahme an den Demostrationen nach den Wahlen in Minsk im Dezember 2010. Am 20. Januar gestattete man ihm ein Treffen mit seinem Anwalt, und am 24. Januar durfte er seine Frau Iryna Khalip sehen. Am 25. Januar berichtete Iryna Khalip bei einer Pressekonferenz, dass Andrei Sannikau sehr dünn und gesundheitlich angeschlagen gewesen sei. Er habe ihr außerdem gesagt, dass im September "die Folter angefangen" habe. Iryna Khalips Aussagen zufolge hielt Andrei Sannikau gegen Ende des Treffens ein Stück Papier hoch, auf dem stand: "Hier geht es um Leben und Tod. Sie können mich jederzeit umbringen."


Große Resonanz beim Briefmarathon

Mit weltweit fast 1,3 Millionen Briefen ist der diesjährige Briefmarathon von Amnesty International ein voller Erfolg. Die Unnaer Ortsgruppe hatte am 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte mit einem Infostand für den Briefmarathon geworben und konnte so auch etwa 100 Briefe aus Unna abschicken.



Dein Brief kann Leben retten - Briefmarathon von Amnesty International

Am Samstag den 3. Dezember startete der diesjährige Briefmarathon, den Amnesty International nun seit mehreren Jahren veranstaltet. Unter dem Motto "Shine a light" ruft Amnesty International alle Unterstützer dazu auf, vom 3. bis zum 17. Dezember auf www.amnesty.de/briefmarathon Briefe und E-Mails für Jean-Claude Roger Mbede und für Fatima Hussein Badi zu schreiben.

Fatima Hussein Badi ist im Jemen zum Tode verurteilt worden, weil sie gemeinsam mit ihrem Bruder ihren Mann ermordet haben soll. Ihr Bruder, der bereits hingerichtet worden ist, gestand die Tat, nachdem die Sicherheitskräfte gedroht hatten, Fatima vor seinen Augen zu vergewaltigen. Der Kameruner Jean-Claude Roger Mbede ist zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, nur weil er angeblich homosexuell ist. Im Gefängnis drohen ihm homophobe Übergriffe und Misshandlungen durch Wärter und Mitgefangene.

„Ich allein kann doch mit einem Brief nichts verändern", denken Sie sich jetzt? Doch! Denn nicht nur Sie schreiben, sondern Menschen auf der ganzen Welt. Letztes Jahr sind über 636.000 Briefe und E-Mails geschrieben worden – mit Erfolg! So wurde zum Beispiel der gambische Oppositionspolitiker Femi Peters vorzeitig aus der Haft entlassen. Er war zuvor bei einer friedlichen Demonstration festgenommen und zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Auch die Unnaer Ortsgruppe von Amnesty International beteiligt sich am Briefmarathon und wird am Samstag den 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, von 11-15 Uhr mit einem Infostand im ZIB vetreten sein. Mitglieder von Amnesty International stehen bereit, Fragen zur Menschenrechtsorganisation zu beantworten und über die Appellfälle zu informieren. Ausserdem werden vorgedruckte Briefe zu den genannten Fällen verteilt. Briefe zum Herunterladen gibt se auch auf unserer Seite Petitionen.


FOLTER UND UNFAIRE VERFAHREN VOR MILITÄRGERICHTEN NACH DEM STURZ VON MUBARAK

Auch nach dem Sturz von Hosni Mubarak liegen Amnesty International Berichte darüber vor, dass Menschen auf Polizeiwachen und in Gefängnissen gefoltert und misshandelt werden.

Amal Shaker Mohamed Seliman wurde Ende Juni festgenommen, als die Bereitschaftspolizei erneut eine Demonstration auf dem Tahrir-Platz angriff. Sie berichtete später, dass sie auf der Polizeistation al-Agouza in Kairo von einem Beamten beschimpft und geschlagen worden sei. Bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen die Demonstrant/innen auf den Tahrir-Platz soll die Bereitschaftspolizei wahllos Tränengas abgefeuert, Demonstrant/innen mit Stöcken verprügelt und mit Schrotflinten auf sie geschossen haben. Das ägyptische Gesundheitsministerium berichtete, dass bei diesem Vorfall mehr als 1000 Personen verletzt worden sind!

Viele derjenigen, die in den vergangenen Wochen und Monaten teilweise im Zusammenhang mit den Protesten verhaftet wurden, müssen aber nicht nur Folter und andere Misshandlungen fürchten. Mehr als 10.000 Zivilpersonen wurden seit Mitte Februar vor Militärgerichten angeklagt und in Schnellverfahren zu Haftstrafen - in einigen Fällen gar zum Tode - verurteilt.

Amnesty International lehnt in Übereinstimmung mit internationalen Rechtsgrundsätzen Prozesse gegen Zivilpersonen vor Militärgerichten ab. Sie verletzen das Recht des Angeklagten auf einen fairen und öffentlichen Prozess vor einem zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Gericht, wie es in Artikel 14 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, dessen Vertragspartner Ägypten ist, verbrieft ist. Den Angeklagten in Militärgerichtsverfahren wird in der Regel ihr Recht vorenthalten, einen Anwalt ihrer Wahl zu ihrer Verteidigung zu beauftragen. Richter sind Militäroffiziere und unterstehen der militärischen Befehlskette; ihnen mangelt es somit an der notwendigen richterlichen Unabhängigkeit. Auch das grundlegende Recht auf umfassende Berufung ist in Militärgerichtsverfahren massiv eingeschränkt. Zwar können die verurteilten Zivilpersonen Berufung vor dem Supreme Court for Military Appeals (SCMA) einlegen. Doch dieses Oberste Berufungsgericht der Streitkräfte prüft nicht die Beweislage oder die faktische Begründetheit der erstinstanzlichen Anklage und Verurteilung, sondern nur die angewandten Rechtsvorschriften und ihre Auslegung sowie verfahrensrechtliche Fragen. Deshalb fordert Amnesty International, Zivilpersonen, die von Militärgerichten in unfairen Schnellverfahren verurteilt wurden, unverzüglich freizulassen oder sie in einem fairen Verfahren vor einem Zivilgericht anzuklagen.

Einen Appellbrief an den Vorsitzenden des Militärrates, Feldmarschall Tantawi finden Sie auf auf der Seite Petitionen


DIE TODESSTRAFE IN BELARUS

Belarus (Weißrussland) ist der letzte Staat in Europa, der nach wie vor die Todesstrafe verhängt und diese auch vollstreckt. Informationen über die Todesstrafe gelten in Belarus als Staatsgeheimnis. Aufgrund der Geheimhaltung können weder verlässliche Daten über die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen erhoben, noch die Identität der Todeskandidaten geklärt werden. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 sollen in Belarus etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein. Im Jahr 2008 wurden in Belarus vier Todesurteile vollstreckt. Im Jahr 2009 soll es keine Hinrichtungen gegeben haben. Im März 2010 wurden jedoch erneut zwei Menschen hingerichtet, die wegen mehrfachen Mordes zum Tode verurteilt worden waren.

Auch die Unnaer Amnesty-Gruppe beteiligt sich an der aktuellen Kampagne gegen die Todesstrafe in Belarus. Sie können die Aktion unterstützen, indem Sie unsere Unterschriftsliste auf der Seite Petitionen unterschreiben.


Ausstellung im ZIB

Mit einer Plakatausstellung im ZIB dokumentiert Amnesty International 50 Jahre erfolgreiche Menschenrechtsarbeit. „Amnesty beweist: Auch einzelne Menschen können die Welt verändern, wenn sie sich gemeinsam für eine Sache stark machen“, sagte Claus Palm, Sprecher der Ortsgruppe von Amnesty International in Unna. Die Ausstellung wird noch bis zum 30. August zu sehen sein.

Im Mai 1961 rief der britische Rechtsanwalt Peter Benenson in einem Artikel dazu auf, sich für „vergessene Gefangene“ einzusetzen: der Beginn von Amnesty International. Bereits im Juni 1961 gründete sich in Köln die erste Amnesty-Gruppe in Deutschland. Heute zählt die Menschenrechtsorganisation mehr als drei Millionen Mitglieder und Unterstützer und feiert die Idee, dass einzelne Menschen zusammen die Welt verändern können. Bundesweit veranstaltet Amnesty International 200 große und kleine Aktionen und lädt die Öffentlichkeit, Mitglieder und Unterstützer zum Mitmachen ein. Die Botschaft ist eine Aufforderung, aktiv zu werden: „Sei dabei. Mit Deiner Unterschrift. Deiner Spende. Deinem Einsatz.“


Kinderrechte kennen keine Herkunft!

„Gleiches Recht für alle Kinder” – so steht es in der UN-Kinder­rechts­konvention. Und das gilt auch in Deutschland. Dennoch verweigert unsere Regierung bisher 40.000 Flüchtlings­kindern gleiche Rechte und ein Aufwachsen in Würde.
Flüchtlings­kinder können nur bei akuten Schmerzen zum Arzt. Sie erhalten nur zwei Drittel des sonst allen zustehenden Existenz­minimums (Hartz IV). Sie haben oftmals einen eingeschränkten Zugang zu Bildung. Das Asyl­bewerber­leistungs­gesetz stempelt sie zu Kindern zweiter Klasse.
Auf Druck des Bundes­verfassungs­gerichts überprüft die Regierung zur Zeit die Bezüge von Flüchtlingen.
Fordern Sie von Sozial­ministerin von der Leyen, dies zum Anlass zu nehmen die Flüchtlings­kinder endlich gleich­zustellen!


Lesen für die Menschenrechte

Unna. 28.05.2011. Unter dem Motto 'Lesen für die Menschenrechte' fand heute im Bücherzentrum in Unna eine Lesung mit dem Autor Raimon Weber, dem Lokalredakteur Lars Reckermann und Michael Sacher vom Bücherzentrum statt. Neben Texten von Kurt Tucholsky und Eugen Roth ließ sich das Publikum auch durch weniger bekannte Autoren wie Urs M. Fiechtner oder Dave Eggers begeistern.


Bücherschaufenster im Bücherzentrum

Unna. 21.05.2011. Im Bücherzentrum Unna ist seit heute, anläßlich des 50. Jubiläums von Amnesty International, ein Schaufenster mit Literatur und Informationen zum Thema Menschenrechte ausgestattet.


Ausstellung in der Ev. Stadtkirche

Seit Freitag 20.05.2011 ist eine Ausstellung über 50 Jahre Amnesty International in der Ev. Stadtkirche in Unna zu sehen. Die Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
samstags 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr.


Veranstaltungen zum Jubiläum von Amnesty International

Amnesty International wird in diesem Mai 50 Jahre! Grund zum Feiern und Anlass zum Mitmachen - „Amnesty beweist: Auch einzelne Menschen können die Welt verändern, wenn sie sich gemeinsam für eine Sache stark machen“, sagte Claus Palm, Sprecher der Ortsgruppe von Amnesty International in Unna. Um „50 Jahre Amnesty International“ zu feiern, bietet die Gruppe mehrere Veranstaltungen in Unna an, bei denen die Arbeit und die Erfolge von Amnesty vorgestellt werden:

Vom 17. Mai bis zum 04. Juni 2011 Bücherschaufenster im Bücherzentrum in der Bahnhofstr. 32 in Unna mit aktuellen Publikationen zum Thema Menschenrechte.

Vom 19. Mai bis zum 05. Juni 2011 Eine Plakatausstellung in der Ev. Stadtkirche in Unna vermittelt einen Überblick über 50 Jahre Amnesty International.

Samstag 28. Mai 2011 - ab 10:00 Uhr Mitglieder der Unnaer Gruppe informieren im Rahmen eines Infostandes in der Bahnhofstraße gegenüber dem Bücherzentrum über ihre Arbeit für die Menschenrechte.

Samstag 28. Mai 2011 - ab 13:30 Uhr Lesung im Bücherzentrum unter dem Motto „Lesen für die Menschenrechte“. Als Vorleser stehen Lars Reckermann, Michael Sacher und Raimon Weber zur Verfügung.

Sonntag 29. Mai 2011 - 11:00 Uhr Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche mit Gospel-Musik und Mitgliedern der Amnesty-Gruppe Unna statt. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Jörg-Uwe Pehle geleitet.

Im Mai 1961 rief der britische Rechtsanwalt Peter Benenson in einem Artikel dazu auf, sich für „vergessene Gefangene“ einzusetzen: der Beginn von Amnesty International. Bereits im Juni 1961 gründete sich in Köln die erste Amnesty-Gruppe in Deutschland. Heute zählt die Menschenrechtsorganisation mehr als drei Millionen Mitglieder und Unterstützer und feiert die Idee, dass einzelne Menschen zusammen die Welt verändern können. Bundesweit veranstaltet Amnesty International 200 große und kleine Aktionen und lädt die Öffentlichkeit, Mitglieder und Unterstützer zum Mitmachen ein. Die Botschaft ist eine Aufforderung, aktiv zu werden: „Sei dabei. Mit Deiner Unterschrift. Deiner Spende. Deinem Einsatz.“


Unnaer Amnesty Gruppe sucht Unterstützer

In jahrzehntelanger Menschenrechtsarbeit haben wir die Erfahrung gemacht, dass Regierungen, die Menschenrechte verletzen, nichts so sehr fürchten wie die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Mit unseren internationalen Aktionen knüpfen wir daran an und üben Druck auf Regierungen aus, damit sie ihre grausamen Menschenrechtsverletzungen beenden und weitere Untaten verhindern. Wer die Arbeit von Amnesty International unterstützen möchte, für den hat die Unnaer Ortsgruppe einen neuen Service eingerichtet. Da viele Menschen sich heute nicht mehr als Mitglied an eine Organisation binden möchten und auch keine Zeit haben an regelmäßigen Treffen teilzunehmen, bieten wir einen regelmäßig erscheinenden Newsletter an, in dem neben allgemeinen Informationen auch ein aktueller Appellfall vorgestellt wird. Mit dem beigefügten Musterbrief können die Empfänger des Newsletter sofort aktiv werden. Der Newsletter kann auf unserer Kontaktseite abonniert werden.


Briefmarathon 2010 war erfolgreich


Femi Peters

Auch im letzten Jahr war der Briefmarathon wieder ein voller Erfolg. Fast 20.000 Appelle sind unterzeichnet worden. Allen Unterstützern dafür einen herzlichen Dank.

Dass der Einsatz sich gelohnt hat, zeigt das Beispiel von Femi Peters. Der gambische Oppositionspolitiker war im April 2010 zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er eine friedliche Demonstration organisiert hatte. Tausende Unterstützer hatten im Rahmen des Briefmarathons seine Freilassung gefordert. Am 14. Dezember wurde bekannt, daß Femi Peters vorzeitig aus der Haft entlassen wurde!

Weitere Informationen


Briefmarathon vom 4. - 14. Dezember


Amnesty-Briefmarathon: Weltweit schreiben Tausende Menschen Briefe

© Amnesty International

Jetzt mitmachen! Beteiligen Sie sich an der weltweit größten Briefaktion: Dem jährlichen Briefmarathon von Amnesty International für Menschen in Gefahr. Machen Sie Druck auf die verantwortlichen Regierungen. Setzen auch Sie ein Zeichen der Solidarität und gegen das Vergessen. Schreiben Sie vom 4. - 14. Dezember in nur wenigen Minuten online einen Brief und versenden Sie ihn als E-Mail oder per Post. Jetzt online Briefe schreiben!


Amnesty International fordert:
"Mehr Verantwortung bei der Polizei"

Täter unbekannt...
Rechtswidrige Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung durch Staatsorgane sind Menschenrechtsverletzungen. Doch wenn die Täter Polizisten sind, gehen sie oft straffrei aus. In vielen Fällen. Auch in Deutschland.

Nichts zu verbergen?
Die Menschenrechte müssen geschützt werden. Der Staat muss handeln. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht ungesühnt bleiben, weil Täter nicht erkennbar sind oder weil nicht ordentlich ermittelt und die Aufklärung verhindert wird.

Transparenz schützt Menschenrechte.
Wir brauchen Erkennbarkeit durch eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Wir brauchen Aufklärung durch unabhängige Untersuchungen. Wir brauchen Schutz durch Dokumentation. Und Prävention durch Menschenrechtsbildung. Wie in anderen Ländern auch.


Bilder vom Infostand am 03.07.2010 von 10 - 16 Uhr in der Unnaer Fußgängerzone

Vielen Dank an Alle, die unsere Kampagne "Wohnen. In Würde" mit ihrer Unterschrift unterstützt haben.

Wer keine Gelegenheit hatte uns am Infostand zu besuchen, kann sich über die unten stehenden Links an der Online-Petition beteiligen.


Roma in Italien und Rumänien
Rechtswidrige Zwangsräumungen - Alltag für Roma


Metallcontainer und selbstgebaute Hütten in der Roma-Siedlung am Rand von Csikszereda: © Zsuzsanna Ardó www.ardo.org

Roma sind die größte ethnische Minderheit in der EU - und leben fast überall ausgegrenzt, diskriminiert und in Armut. Ihr Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit und Gesundheitsversorgung ist eingeschränkt oder wird ihnen verwehrt. Immer wieder werden Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt.

In Italien werden tausende Roma durch den "Nomaden-Plan" von einem Lager ins Nächste vertrieben. Sie werden als Minderheit verachtet, als Bürger entrechtet und zum Nomadendasein gezwungen. (Geächtet und verdrängt: Roma in Italien)

In Rumänien sind in den vergangenen Jahren immer wieder Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt worden und ihre Bewohner auf Gebiete neben Müllhalden oder Kläranlagen angesiedelt worden. Wie im zentralrumänischen Miercurea Ciuc, wo 75 Roma nach ihrer rechtswidrigen Zwangsräumung seit sechs Jahren unter katastrophalen Bedingungen auf verseuchtem Boden leben. (Leben in der Giftzone: Roma in Rumänien)

Amnesty International fordert: Wohnen. In Würde. - auch für Roma. Rechtswidrige Zwangsräumungen sind schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Diskriminierung, Entrechtung und Ächtung der Roma durch Staat und Gesellschaft muss beendet werden!


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11.06.2017

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30.11.2016

Briefmarathon 2016

Am Samstag, den 03. Dezember 2016 werden sich die Mitglieder der Unnaer Amnesty-Gruppe wieder mit einem Infostand im ZIB am internationalen Briefmarathon von Amnesty International beteiligen.

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24.10.2016

Lesung mit Christian Eisert

Der Autor und Satiriker (www.kim-und-struppi.de) liest am 11. November 2016 aus seinem Buch "Kim und Struppi - Ferien in Nordkorea". Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr in der Jugendbücherei im ZIB, Lindenplatz 1 in Unna statt.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende würden wir uns freuen.



Christian Eisert © Reto Klar


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09.08.2016

Infostand am 20.08.2016

Mit einem Infostand in der Fußgängerzone möchte die Unnaer Gruppe von Amnesty International am Samstag den 20. August 2016, von 10 bis 14 Uhr, auf die Massenüberwachung in Nordkorea aufmerksam machen. Die Regierung kontrolliert die Nutzung von Mobiltelefonen und Internet immer stärker, um ihr absolutes Informationsmonopol zu erhalten.

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09.05.2016

Neues Rekordergebnis beim Briefmarathon 2015

Der Briefmarathon war auch 2015 wieder ein voller Erfolg. Interessierte aus der ganzen Welt schickten insgesamt 3.776.809 Appelle, um sich für Menschen, deren Rechte verletzt werden, einzusetzen. Das waren über eine halbe Million mehr als beim Briefmarathon 2014.

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08.03.2016

SOS Europa - Erst Menschen, dann Grenzen schützen

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05.12.2015

Briefmarathon 2015

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14.02.2016

Ausstellung Bootsflüchtlinge in der ev. Stadtkirche

Unter dem Titel "SOS Europa - Menschenrechte haben keine Grenzen" ist vom 14. Februar bis zum 25. März 2016, in der ev. Stadtkirche Unna, eine Ausstellung zum Thema "Bootsflüchtlinge" zu sehen.

Öffnungszeiten der Stadtkirche

Dienstag bis Freitag: 10 - 13 und 15 - 17 Uhr
Samstag: 10 - 14 Uhr

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22.02.2016

Europa: Schutz oder Abwehr von Flüchtlingen

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Wolfgang Grenz

16.02.2016

Vortrag zur Flüchtlingspolitik

Am Donnerstag, den 18.02.2016 um 19:30 Uhr findet in der ev. Stadtkirche in Unna ein Vortrag zur europäischen Flüchtlingspolitik statt. Der Referent Wolfgang Grenz ist Mitglied der Fachkommission Asyl von Amnesty International und langjähriger Experte für die Themen Flucht und Asyl.

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15.02.2016

Ausstellungseröffnung "SOS Europa"

Am Sonntag den 14.02.2016 wurde die Ausstellung „SOS Europa - Menschenrechte haben keine Grenzen" im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Stadtkirche in Unna eröffnet. Rund 100 Kirchenbesucher folgten dem Gottesdienst, der an diesem Valentinstag unter dem Motto "Liebe und Nächstenliebe" stand.

Die Ausstellung selbst ist, passend zur Passionszeit, in sieben Stationen angelehnt an an den Kreuzweg von Jesus Christus.

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02.06.2013

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